Europatag an der Führungsakademie Baden-Württemberg

Einen besonderen Termin hatte ich im Oktober bei der Führungsakademie Baden-Württemberg in Stuttgart. Die Führungsakademie ist das Kompetenzzentrum für Organisations- und Personalentwicklung und begleitet Institutionen, Führungskräfte und Mitarbeitende des öffentlichen Sektors bei allen anstehenden Veränderungsprozessen.
Bei einem Fortbildungsseminar gestaltete ich einen Tag zum Thema aus Europa. Teilnehmer/innen aus verschiedenen Behörden berichteten von ihren vielfältigen Erfahrungen mit Europa in ihrem Arbeitsalltag. Entsprechend war auch Wunsch und Erwartung, mehr zu erfahren.

Wer macht was in Europa?

Unter der Fragestellung „Wer macht was in Europa?“ erläuterte ich die Organe der Europäischen Union. „Kurzweilige Präsentation“, „Vermittlung der EU Institutionen“ – so die Urteile der Teilnehmer/innen bei der schriftlichen Evaluation. Ein weiterer Schwerpunkt war eine Einführung in die Asyl- und Flüchtlingspolitik als Grundlage für das Planspiel.

Planspiel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU

Das Planspiel „Destination Europa“ ist eine Simulation zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU, das die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg herausgegeben hat.
Die Teilnehmer/innen schlüpfen in die Rolle von Außenminister/innen, EU-Kommission und Parlamentarier/innen und sollten EU Regeln zur gemeinsamen Asylpolitik erarbeiten.
Wichtige Ziele dieses Planspiels waren, die komplexe Entscheidungsfindung und die Notwendigkeit zu ausgewogenen Kompromisse zwischen den EU-Organen aufzuzeigen. Den Rückmeldungen der Teilnehmer/innen zufolge ist dies gelungen.

Verständnis und Wissen über Europa erweitert

Eine weitere wichtige Rückmeldung war, dass das Verständnis und das Wissen für die Europäische Union erhöht wurde und dies auch wichtig für die Arbeit im Alltag ist. Auch für mich war es eine tolle Veranstaltung mit sehr angenehmen und engagierten Teilnehmer/innen.

Bricht Europa auseinander? Die Krise(n) der Europäischen Union

arrow-15655_960_720Vor einigen Monaten hätte ich diese Frage mit einem glasklaren „Nein“ beantwortet, mittlerweile bin ich mir  nicht mehr so sicher. Flüchtlingskrise, Eurokrise, Brexit, der Rechtsruck in einigen Ländern – zweifellos befindet sich die Europäische Union in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte.
Um diese wichtigen Themen offen und kritisch zu diskutieren, habe ich ein Seminar mit Titel „Bricht Europa auseinander? Die Krise(n) der Europäischen Union“ in mein Angebot für die Bildungswerkstätten aufgenommen.

Seminare behandeln Krisen und geben einen Ausblick in die Zukunft

Die ersten Seminare haben bereits stattgefunden. Auch im nächsten Seminar haben sich bereits einige Bildungsstätten für dieses Thema entschieden. Im Rahmen der neuen Sommer-Bildungswerkstatt werde ich das Thema im August 2017 gleich an 3 Tagen ausführlich behandeln.  Diskussionsstoff gibt es genug:  Zunächst geht es darum, die Erfolgsgeschichte der EU – und das ist sie aus meiner Sicht nach wie vor – aufzuzeigen. Was aber ist dann schiefgelaufen? Nach einem Blick auf die Krisen aufgezeigt werden Optionen für die Zukunft diskutiert: Wohin kann bzw. soll es mit der Europäischen Union gehen? Brauchen wir eine neue Legitimation, eine neue Geschichte?

Ist das Freihandelsabkommen TTIP gescheitert?

flag-1189866_960_720Vor einigen Tagen hat Wirtschaftsminister Gabriel das geplante Freihandelsabkommen mit den USA für gescheitert erklärt. Auch andere Staaten haben sich distanziert. Nachdem bisher Freihandelsabkommen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt und auch verabschiedet wird, wäre ein Scheitern außergewöhnlich.
Man sollte einige Argumente der Gegner, v.a. den unterschwelligen Anti-Amerikanismus, kritisch sehen. Es ist aber der Verdienst der Nichtregierungsorganisationen, dass dieses Thema dort angekommen ist, wo es hingehört – in die öffentlichen Diskussion. Die Befürworter/innen haben es lange Zeit gar nicht für nötig erachtet, die durchaus vorhandenen Pro-Argumente zu nennen.

Seminare zu TTIP sehr beliebt

Auch in meinen bisherigen Seminaren wurde engagiert diskutiert und es wird auch weiter ein Thema bleiben, denn die Frage wie der weltweite Handel (fair) organisiert werden kann, bliebe auch bei einem Scheitern von TTIP offen.
Ich halte auch viele Punkte von TTIP für problematisch, lehne aber Handelsabkommen und auch den freien Handel nicht prinzipiell ab. Sehr passend formuliert Max Otte:
„Freihandel ist gut, wenn er die Bürgerrechte und unsere soziale Marktwirtschaft schützt, Freihandel ist ein Desaster, wenn er dem Raubtierkapitalismus die Tür öffnet“.
Das Thema bleibt aktuell und ich freue mich auf weitere spannende Seminare!

Wer wird der mächtigste Mann oder die mächtigste Frau der Welt?

flag-75047_960_720Die US-Präsidentschaftswahl wird eines der wichtigsten Themen in den nächsten Wochen. Auch wenn mir es angesichts mancher Parolen von Donald Trump schwer fallen wird, die notwendige Neutralität zu bewahren, werde ich auch bei diesen Seminaren möglichst objektiv referieren.
Die Wahl ist nicht nur für die USA von großer Bedeutung, sondern auch für Europa und Deutschland. Bei einem Sieg von Hillary Clinton wird sich wohl für Europa und Deutschland nicht viel ändern. Anders sieht es bei einem Sieg von Trump aus  – wenn er seine Wahlversprechen umsetzt.

Seminare an der Diakonie Stetten und Bildungswerkstätten

An der Diakonie Stetten und einigen Bildungswerkstätten sind Seminare zu diesem Thema bereits fest eingeplant und auch nach dem Wahltag ist es ein wichtiges Thema,  wenn es um die Einordnung der Folgen geht.

Eine detaillierte Beschreibung meines Seminars zur US-Präsidentschaftswahl finden Sie im Überblick Seminare Internationales.

Ist schuld, wer Schulden hat?

Lpb_BWUnter Titel „Ist schuld, wer Schulden hat?“ stand ein Wochenendseminar der Landeszentrale für politische Bildung Anfang Juli. Bei meinem Beitrag ging es um die Chancen und Risiken des Modells Deutschland für die Europäische Union.
Betrachtet man die Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg, ist Deutschland eine Erfolgsgeschichte. Elemente dieses Modells wie die soziale Marktwirtschaft, die soziale Partnerschaft und das duale Ausbildungssystem haben zu diesem Erfolg beigetragen. Auch von der schweren Finanzkrise hat sich Deutschland schneller erholt als viele seiner Nachbarn.

Europa mit 19 Deutschlands wäre nicht stabiler

Dennoch gibt es viele negative Stimmen und Deutschland scheint zunehmend isoliert – Kritik gibt es sowohl an den Inhalten als auch am Vorgehen Deutschlands bei der Euro- und Flüchtlingskrise.
Leider war die Zeit etwas knapp, sodass die Diskussion recht kurz ausfiel. Da ich das Thema aber sehr spannend finde, biete ich es auch für die Bildungswerkstätten an.
Für mich bringt es der italienische Wirtschaftswissenschaftler auf den Punkt: „Das deutsche Wirtschaftssystem ist ein Vorbild. Doch das bedeutet nicht, dass die Lösung für jedes europäische Problem einfach darin besteht, deutsches Handeln zu imitieren. Europa wäre nicht unbedingt stärker und stabiler, wenn wir 19 Deutschlands hätten statt nur einem.“

Bildungswerkstatt der VHS Backnang

VHS BacknangDie tolle Idee von Bildungswerkstätten ist jetzt auch in Backnang erfolgreich. Die Angebote richten sich an Menschen, die gemeinsam ihre Allgemeinbildung erweitern und vertiefen und sich gemeinsam neue Themen erarbeiten möchten.

Euro-Krise, TTIP, Flüchtlinge, Gesundheitssystem, …

Seit 2013 bin ich jedes Semester mit aktuellen Themen dabei. Die Teilnehmer/innen bestimmen die Themen, die ich gemeinsam mit Frau Fleischmann, der Leiterin der Bildungswerkstatt, entwickele. Wirtschaftsthemen wie die Euro-Krise, das Freihandelsabkommen TTIP waren ebenso gefragt wie die Flüchtlingskrise.

Es ist eine tolle Gruppe mit immer spannenden und interessanten Diskussionen! Zusätzlich biete ich auch Seminare im „normalen“ Programm der VHS Backnang.

Die Zukunft unseres Gesundheitssystems

medical-563427_960_720Dieses Thema Gesundheitspolitik verdanke ich einem Teilnehmer einer Bildungswerkstatt – und indirekt Wolfgang Schorlach. Der Teilnehmer hatte ein Buch von Schorlach („Die letzte Flucht“) über das Gesundheitssystem und die Machenschaften der Pharmaindustrie gelesen.

Vom Buch „Die letzte Flucht“ zum Seminarthema Gesundheit

Der Teilnehmer wollte wissen, ob es wirklich so schlimm ist. Nach der Lektüre des Buches und intensiver Recherche zum Thema ist daraus ein Seminar entstanden. Behandelt werden dabei unterschiedliche Aspekte des Gesundheitssystems und die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten. Zahlreiche Bildungswerkstätten haben sich das Thema gewünscht. Es ist bis heute ein wichtiges Thema meiner Seminare im Bereich Wirtschaft- und Sozialpolitik.

Bildungswerkstätten VHS Ludwigsburg

Bildungswerkstatt„Wissenschaft für alle“. Unter diesem Motto richten sich die Bildungswerkstätten der VHS Ludwigsburg richten sich an Menschen „ab der Lebensmitte“. Sie erhalten gemeinsam mit Gleichgesinnten Impulse und einen Überblick über das Wissen unserer Zeit.

Über 100 Seminare zu unterschiedlichen politischen Themen

Die Teilnehmer/innen treffen sich an einem Vormittag bzw. Abend in der Woche, um sich mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Mein erstes Seminar war im März 2010 in Tamm, seither sind über 100 weitere Seminare hinzugekommen. Die Themen werden von den Teilnehmer/innen bestimmt und decken das ganze politische Spektrum ab. Es macht immer riesigen Spaß – und die Themen sind uns auch noch nicht ausgegangen!

Bleibt Angela Merkel Bundeskanzlerin?

DIakonie_StettenDie zentrale Frage des Seminars an der Diakonie Stetten zur Bundestagswahl war: Bleibt Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben? Zahlreiche Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen beteiligten sich engagiert an den Diskussionen.

Bedeutung von Wahlen, Themen und Kandidaten im Mittelpunkt des Seminars

Weitere Themen des Seminars waren die Bedeutung von Wahlen und die Themen der Wahl. Auch die Kandidaten/innen und der Wahlvorgang wurde ausführlich vorgestellt. Ein Zeitungsredakteur hat über die Veranstaltungen einen Artikel verfasst.

Seminare an der Universität Stuttgart

Uni StuttgartIn den Jahren 2004 und 2005 habe ich für die  Universität Stuttgart Seminare durchgeführt.

„Die EU als internationaler Akteur“ und die „Zukunft der EU“

Die Seminare behandelten die Themen „Die EU als internationaler Akteur“ und die „Zukunft der EU“.  Die Studierenden präsentierten verschiedene Aspekte der Themen. Zum Einsatz kam auch ein Planspiel zur Zukunft der EU.  Ungewohnt und auch schwierig für mich war, dass ich Noten vergeben musste. Nicht zuletzt deshalb endete die Zeit an der Uni nach zwei Semestern wieder.