Driftet die EU (wieder) auseinander?

Bei zwei Seminaren für Bildungswerkstätten der Schiller-VHS Ludwigsburg ging um die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Osterweiterung. Zwischen 2004 und 2013 sind 13 mittel- und osteuropäischen Staaten der EU beigetreten.

Polen und Ungarn bauen den Rechtsstaat ab

Die schlimmste Entwicklung nehmen derzeit Polen und Ungarn. Mit den systematischen Angriffen auf Justiz, Medien und die Opposition untergraben sie die Grundlagen, auf denen die EU basiert. Mit den Gesetzentwürfen gegen sexuelle Minderheiten haben die Maßnahmen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Endlich reagieren auch EU-Kommission und andere EU-Staaten und stellen sich dem entgegen.

Wirtschaftlicher Aufschwung in vielen Ländern

Beim Seminar ging es aber auch um positive Aspekte: Einige Beitrittsländer sind wirtschaftlich gut vorangekommen, z.B. das digitale Wunderland Estland, von dessen Fortschritte bei der Digitalisierung Deutschland nur träumen kann. Aber auch hier ist ein Blick auf die Probleme wichtig. Rumänien kommt nicht voran, die massive Abwanderung vor allem junger Menschen trägt dazu bei.

EU Bürger*innen zweiter Klasse?

Die schrumpfende Bevölkerung ist auch ein gesellschaftliches Problem und Grund für die Unzufriedenheit. Viele Erwartungen wurden nicht erfüllt, an vielen Menschen ist der erhoffte Aufschwung vorbei gegangen. Diese Unzufriedenheit machen sich Populisten zunutze und konnte in Abgrenzung zum Westen Stimmen gewinnen.

Gemeinsam die Spaltung überwinden

Alles in allem überwiegen die Vorteile der Osterweiterung – letztlich gab es keine ernsthafte Alternative. Die Europäische Union ist zumindest wirtschaftlich ein Machtfaktor weltweit. Zur Überwindung der Spaltung sind alle Seiten aufgerufen – es gibt kein Grund für westliche Arroganz. Oppositionsbewegungen in Ungarn und Polen machen auch Hoffnung auf einen Wandel.

Staaten und Regionen im Fokus

In meiner Rubrik Staaten und Regionen im Fokus gibt es noch weitere Länder, deren Verhältnis zur EU aufzeigt und analysiert wird. Mit dem systematischen Abbau von Grundrechten habe ich mich auch schon mehrfach in meinem Blog Europa in der Krise beschäftigt.

Neue Angebote – Bundestagswahl im Fokus

Mein aktualisiertes Programm ist nun online. Die Bundestagswahl und die Themen der Wahl sind die Schwerpunkte meiner Arbeit, aber auch in meinen anderen Themenbereichen biete ich neue Themen. Gerne passe ich die Themen, Dauer und die Gestaltung auf Ihre Bedürfnisse an. Ich biete die Seminare auch online oder als Seminarreihen an.

Wer wird Nachfolger*in von Angela Merkel?

Meine Angebote vor der Bundestagswahl finden Sie hier. Das Thema bleibt natürlich auch nach der Wahl am 26. September aktuell. Unter dem Titel „Deutschland nach der Wahl“ geht es um die Themen und Personen der neuen Regierung.

Joe Biden verändert die USA und die Welt

In hohem Tempo hat der neue amerikanische Präsident hat national und international Veränderungen angestoßen. Diese stehen im Mittelpunkt eines neuen Seminars im Bereich internationale Politik. Die Veränderungen betreffen auch Themen in den Bereichen Wirtschaft und Europäische Union – hier habe ich das Thema „Transatlantische Beziehungen“ angepasst.

Probleme unserer Gesellschaft – aber früher war nicht alles besser!

Die Rückmeldungen der Online-Themenwerkstatt haben mich auf ein neues Thema im Bereich Gesellschaft gebracht: (Wie) kann das deutsche Bildungssystem besser werden? Bereits bestehende Angebot zu gesellschaftlichen Themen werden fortlaufend aktualisiert. Dies gilt natürlich auch für die Corona-Krise: Hier können Sie wählen zwischen einem Überblick und politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen. Trotz aller Probleme – früher war nicht alles besser! Diese Thema habe ich im Bereich Geschichte neu aufgenommen.

Die Europäische Union in der Corona-Krise

Endlich wieder Präsenzseminare! Ein Seminar für die Bildungswerkstatt Bietigheim der Schiller-VHS Ludwigsburg war mein erstes Präsenzseminar in diesem Jahr– natürlich unter Einhaltung aller Corona-Regeln. Auch beim Thema ging es um Corona: Wie kommt die Europäische Union durch die Corona-Krise?

Solidarität nach holprigem Start

Am Anfang schaute jedes Land nach sich, Italien fühlte sich von den Partnern im Stich gelassen. Dies änderte sich aber, ein umfassendes Rettungsprogramm soll die am meisten betroffenen Staaten unterstützen und auch Maßnahmen für mehr Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen. Erstmals nimmt die EU dafür Kredite auf – ein Thema, das intensive Diskussionen auslöste.

Die Impfstrategie – doch nicht so schlecht?

Intensiv diskutiert wurde auch über die Impfstrategie der EU. Anfang des Jahres gab es heftige Kritik, da die EU-Staaten beim Impfen weit hinter anderen Ländern lag. Auch hier war mir eine ausgewogene Darstellung wichtig: Die Staaten sind für die Durchführung der Impfkampagnen verantwortlich und damit auch für die meisten Fehler verantwortlich. Außerdem hat die EU im Bereich Gesundheit und Forschung zahlreiche Aktivitäten angestoßen, um zukünftige Krisen besser zu meistern.

Mehr Zusammenarbeit oder Auseinanderbrechen?

Laut Meinungsumfragen hat das Vertrauen der Bürger*innen in die EU weiter nachgelassen und mehr nationale Eigenständigkeit fordern. Andere fordern das Gegenteil – (noch) mehr Zusammenarbeit, da Nationalstaaten solche Krisen nicht alleine bewältigen können.

Corona- und EU-Krisen bleiben aktuell

Sicher ist, dass uns beide Krisen noch lange beschäftigen werden. Dies zeigt sich auch in meinem überarbeiteten Programm: In der Rubrik Folgen der Corona-Krise werden die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Folgen behandelt, in Europäische Union geht es um unterschiedlichen Politikfelder und Aspekte der EU.

Ideen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt

Zum Abschluss meiner zehnteiligen Online-Themen-Werkstatt für die Schiller-VHS Ludwigsburg ging es um die Frage „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“

Online-Themenwerkstatt über gesellschaftlichen Zusammenhalt

In der Seminarreihe wurden unterschiedliche Aspekte von Gesellschaft vorgestellt und diskutiert: Wie lässt sich die Gesellschaft Deutschlands beschreiben, wie hat sich unsere Gesellschaft gewandelt, welche Probleme haben wir heute? Einen breiten Raum nahm die Debatte über die Folgen der Corona-Krise ein.

Präsentationen, Diskussionen und ein begleitender Blog

Die Termine wurden mit dem Webkonferenzsystem ZOOM durchgeführt. Neben der Vorstellung von Inhalten wurde viel diskutiert. Begleitend zur Seminarreihe habe ich einen Blog erstellt, in dem den Teilnehmer*innen weitere Informationen und Videos zur Verfügung standen. Erfreulicherweise haben die Teilnehmer*innen auch rege die Möglichkeit genutzt, eigene Themenwünsche einzubringen.

Was hält unsere Gesellschaft zusammen?

Beim letzten Termin ging es um den gesellschaftlichen Zusammenhält. Eine aktuelle Bertelmann Studie zeigt, dass die Zufriedenheit relativ hoch und stabil ist und zu Beginn der Corona-Krise sogar zugenommen hat. Die von den Forscher*innen definierten Kriterien – Verbundenheit, soziale Beziehungen und Gemeinwohlorientierung – bildeten auch den Ausgangspunkt für die abschließende Diskussion.

Erziehung, Bildung, Werte – und Kants Kategorischer Imperativ

Die Teilnehmer*innen nannten zahlreiche Punkte, die zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen könnten: Erziehung, Bildung, Werte wie Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderen Menschen oder als wichtige Eigenschaften Zuhören. Auch Kants Kategorischer Imperativ wurde zitiert: Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ oder in der einfacheren Form: „Was du nicht willst, was man dir tut – das füg auch keinem andren zu.“

Fortsetzung folgt

Die Online-Themenwerkstatt wird im Sommersemester unter dem Titel „Gespaltene Gesellschaft, gespaltene Politik“ fortgesetzt. Natürlich sind auch weitere Interessent*innen willkommen – hier können Sie sich anmelden. Die Themen der Seminarreihe werden auch in anderen Seminarangeboten behandelt – vor allem in den Rubriken Gesellschaft und Corona-Krise.

2021 – Wahlen, Corona-Krise und die Zeit nach Donald Trump

In meinen Seminarangeboten biete ich neue und bewährte Seminare. Bei den neuen Angeboten geht es um die Wahlen 2021, die Folgen der Corona-Krise und die Zeit nach Trump. Dank der Teilnehmer*innen wird die Liste fortlaufend aktualisiert – ich freue mich auf Ihre Vorschläge.

Wahlen 2021 – wir mischen mit!

Mit den Landtagswahlen im März und den Bundestagswahlen im September stehen gleich zwei wichtige Wahlen an. Auf Hochtouren laufen die Planungen für das Projekt „Heimat Baden-Württemberg und die Landtagswahlen“, das ich in Kooperation mit der Diakonie Stetten und VHS Unteres Remstal plane. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie müssen wir einige Elemente online durchführen.

Folgen der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie wird auch 2021 noch einiges durcheinander wirbeln. Thematisch werde ich die Seminare im Bereich Corona-Krise fortlaufend aktualisieren. Einfluss hat die Corona-Pandemie natürlich auch auf die anderen Themen. Im Themengebiet Wirtschaft geht es um die Frage, wie es mit der Globalisierung weitergeht und die zunehmende Verschuldung. Die Sorge um Grundrechte und Verschwörungstheorien sind Themen im Bereich Gesellschaft.

Die Zeit nach Trump

Am 20. Januar 2021 wird Joe Biden als neuer Präsident vereidigt und löst Donald Trump ab. In der Rubrik Internationale Politik geht es um die USA nach der Wahl und die Frage nach der Zukunft des Projekts „Westen“. Die transatlantischen Beziehungen sind Thema in der Rubrik Staaten im Fokus. Im Seminar „Trumpismus ohne Trump“ geht es um die Frage nach der Zukunft des Politikstils.

Früher war nicht alles besser

Nicht zuletzt während der Corona-Krise verweisen viele auf die gute alte Zeit. In einem neuen Seminar im Bereich Geschichte geht es um die häufige falsche Wahrnehmung, dass früher alles besser war.

Online-Seminare und Blogs

Natürlich hoffe ich, dass bald wieder ohne Einschränkungen Präsenzseminaren stattfinden können. Online-Angebote sind aber nicht nur in Corona-Zeiten eine wichtige Ergänzung und Möglichkeit miteinander in Kontakt zu kommen. Deswegen biete ich alle Seminare auch online an und werde auch die Blogs weiterführen.

2020 – das Jahr der Corona-Pandemie

Das Jahr 2020 war auch für mich durch die Corona-Pandemie geprägt: zahlreiche geplante Seminare sind ausgefallen, Corona war das bestimmende Thema bei vielen Seminaren. Dank zahlreicher Online-Seminare sind aber immerhin 137 Veranstaltungen und Seminare zustande gekommen.

Seminare bei Bildungswerkstätten und Akademien

Die meisten Seminare hatte ich wieder bei den Bildungswerkstätten und Akademien von Volkshochschulen. Zum ersten Mal war ich für das Studium Generale der VHS Ludwigsburg tätig, außerdem für die Schiller-VHS Ludwigsburg, VHS Backnang, VHS Unterland und VHS Unteres Remstal. In besonderer Erinnerung ist mir ein Seminar für die Bildungswerkstatt Schwieberdingen geblieben, bei dem wir aktuell auf die Ergebnisse des EU-Gipfeltreffens eingehen konnten.

Veranstaltungen für junge Erwachsene und Menschen mit Behinderung

Bei den Seminaren für Bundesfreiwillige in Karlsruhe und die VHS Unteres Remstal ging es um die Situation junger Menschen in der Gesellschaft. Das schönste Erlebnis bei meinen Seminaren für die Studierenden der Ludwig-Schlaich-Akademie war die Zusammenarbeit mit Klient*innen der Remstal Werkstätten – miteinander und voneinander lernen. Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für inklusive Veranstaltungen für das Wahljahr 2021.

Online in Kontakt bleiben

Begeistert war ich wie engagiert und flexibel meine Partner*innen auf die Krise reagiert haben und Online-Angebote möglich gemacht haben. Neben einzelnen Online-Seminaren ist auch die Seminarreihe zum gesellschaftlichen Wandel ein schöner Erfolg und wird im nächsten Semester fortgesetzt. So sehr ich hoffe, dass bald wieder Präsenzseminare stattfinden können, bleiben Online-Angebote eine gute Möglichkeit in Kontakt zu kommen. Hierzu dienen auch meine Blogs zu verschiedenen Themen. Ich bedanke mich bei allen Partnerinnen und Teilnehmer*innen meiner Seminare für die angenehme Zusammenarbeit und wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

Techgiganten – die Macht von Amazon, Facebook und Co.

Mein Seminar über die Macht der Techgiganten Amazon, Apple, Google, Facebook und Microsoft für die VHS Ludwigsburg musste aufgrund der Pandemie bereits zweimal verschoben werden. Nun hat es endlich stattgefunden – mit neuer Brisanz, denn dank der Corona-Krise ist die Macht und der Wert der Unternehmen sogar noch größer geworden.

Das Zeitalter der Techgiganten

Die Börsenwerte der Unternehmen sind enorm: Die Marktkapitalisierung von Apple, Amazon, Microsoft und Alphabet (Google) liegt mittlerweile über einer Billion Dollar. Ähnlich dominant ist die Stellung in den jeweiligen Branchen, so haben Amazon den Handel umgekrempelt und Facebook dominiert bei sozialen Medien.

Einfluss auf andere Branchen

Längst beschränkt sich der Einfluss nicht auf das ursprüngliche Kerngeschäft. Alle Unternehmen sind auch in anderen Bereichen tätig, Google forscht im Bereich Gesundheit, Verkehr und künstliche Intelligenz, Facebook plant sogar eine eigene Währung.

Maßnahmen gegen die Dominanz

Intensiv diskutiert wurde im Seminar, was die Bürger*innen tun können. Aufgrund der Dominanz ist es gar nicht so einfach, oft scheitert es aber auch an der Bequemlichkeit. „Bio-Surfen“, d.h. ein sorgsamer und reflektierter Umgang mit den Daten und die Suche nach Alternativen zu den anderen anbieten.

Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Das Thema bleibt natürlich auch aktuell. Es beeinflusst auch Seminare im Bereich Wirtschaft, der internationalen Politik und die Gesellschaft. Gerne biete ich die Seminare auch online an!

Online-Themenwerkstatt „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“

Die Online-Themenwerkstatt der Schiller-VHS Ludwigsburg ist erfolgreich gestartet. Gemeinsam mit 15 Teilnehmer*innen werde ich der Frage nachgehen, was die Gesellschaft zusammenhält.

Volkshochschulen für Zusammenhalt

Die Seminarreihe wird vom Volkshochschulverband Baden-Württemberg unterstützt, der unter dem Motto „VHS für Zusammenhalt“ Fragen und Antworten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sucht. Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Seminarreihe durch Videokonferenzen geführt und durch einen Blog begleitet wird.

Miteinander reden

Der Dialog mit anderen Menschen ist die Voraussetzung für Zusammenhalt und steht auch in diesem Seminar im Mittelpunkt. Die Größe der Gruppe ermöglicht neben Präsentationen eben auch Phasen des gemeinsamen Gesprächs. Beim ersten Termin hat dieser Austausch bereits wunderbar geklappt.

Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?

In der zehnteiligen Seminarreihe geht es um verschiedene Aspekte von Gesellschaft, gesellschaftlichen Wandels, der Gesellschaft heute und letztlich die Frage, wie mehr gesellschaftlicher Zusammenhalt erreicht werden kann. Themen rund um die Gesellschaft gibt es natürlich auch weiterhin bei meinem Präsenzseminaren, hier finden Sie einige Vorschläge.

Online-Seminare als zusätzliche Angebote

Gemeinsam mit den Partner*innen bei den Volkshochschulen hoffe ich, dass bald wieder Präsenzseminare stattfinden können. Online-Seminare sind aber nicht nur in Corona-Zeiten eine wichtige Ergänzung und Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Angebote werden deshalb weiter ausgebaut.

Warum kann Trump wiedergewählt werden?

Bei einem Vortrag für den Treffpunkt Mozartstraße ging es um die US-Präsidentschaftswahl und die Frage, warum Trump gute Chancen auf eine Wiederwahl hat.

Bildungsangebote beim Treffpunkt Mozartstraße

Der Treffpunkt Mozartstraße in Fellbach ist eine überkonfessionelle Begegnungsstätte. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten zur Bildung, kreativen Entfaltung und Freizeitgestaltung.
Zu den umfassenden Angeboten gehören auch Vorträge zu verschiedenen Themen. Aufgrund der Corona-Maßnahmen musste die Veranstaltung im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche und mit Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden, dem Interesse und der Diskussionsfreude tat dies keinen Einbruch.

Warum Trump immer noch Erfolg?

Unverständnis äußerten die Teilnehmer*innen nicht nur über die umstrittene Politik von Trump, sondern auch über das Wahlsystem, das ihm einen Wahlsieg auch mit weniger Stimmen bescheren könnte. Treue Unterstützer*innen haben ihm zum überraschenden Wahlsieg 2016 verholfen und finden noch heute Gefallen an seiner Politik und seiner Position.

Wie geht es weiter – mit Trump oder Biden?

Zum Schluss des Vortrags ging es um die Zukunft. Die amerikanische Demokratie ist stark und wir hoffentlich auch einen Donald Trump überleben, dennoch wird die tiefe gesellschaftliche Spaltung in den USA auch ein Problem für Joe Biden – und die ganze Welt.


Werden wir von Lobbyist*innen regiert?

Es war wieder mal ein Thema, das auf Initiative von Teilnehmer*innen zustande kam. Auch wenn ich der These, dass Deutschland von Lobbyist*tinnen regiert wird, widersprechen würde, lohnt sich eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Deswegen habe ich mich gefreut, dass sich einige Bildungswerkstätten für das Thema entschieden haben – in Freiberg war nun Premiere.

Lobbyist*innen als Strippenzieher*innen?

Allen Teilnehmerinnen bestätigten, dass Lobbyismus für sie eher einen negativen Klang hat. Dies liegt auch daran, dass häufig nicht transparent ist, was die PR-Agenturen, Denkfabriken und Politikberaterinnen machen und mit welchen Methoden sie agieren.

Interessenvertretung ist ein wichtiger Bestandteil von Demokratie

Bei aller Kritik: Interessenvertretung ist legitim und erwünscht. Es gehört zu einem Idealbild einer pluralistischen Gesellschaft, dass Interessengruppen ihr Wissen einbringen und für ihre Positionen werben – es ist wiederrum Aufgabe der Politiker*innen unterschiedliche Positionen abzuwägen.

In einigen Themenfeldern ist der Einfluss (zu) groß

Die Analyse ausgewählter Themenbereiche wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Automobilindustrie zeigte, dass die Einflussnahme in manchen Fällen bedenklich und sehr einseitig ist. Angesichts immer höherer Ausgaben für PR-Aktivitäten gilt „Einfluss muss man sich leisten können“.

Kontrolle ist nötig und möglich

Es gibt Hoffnungsschimmer. Nicht zuletzt aufgrund von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wie Lobbycontrol soll nun auch in Deutschland ein Lobbyregister eingeführt. Politiker*innen sind kein wehrloses Opfer, sie können strengere Regeln einführen – und für einen faireren Interessenaustausch sorgen.

Weitere Informationen zu meinen Seminaren zu Demokratie und Wahlen finden Sie hier. Ich freue mich immer über Anregungen und neue Ideen.