Es brodelt in Deutschland

Es hat sich wieder mal bestätigt, dass die besten Ideen für Seminare von den Teilnehmenden kommen – oder gemeinsam mit ihnen erstellt werden. Im Falle waren es einige Gespräche mit den Verantwortlichen einer Bildungswerkstatt – und dem Hinweis, dass es in der Gruppe angesichts der vielen Unsicherheiten „brodelt“ – so war der Titel des Seminars geboten.

Landtagswahlen in Deutschland

Im ersten Teil des Seminars standen die Landtagswahl 2026 im Mittelpunkt. Im Frühjahr konnten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Parteien der Mitte gewinnen. Dort leben auch wesentlich mehr Menschen – Cem Özdemir hat für die Grünen rund dreimal mehr Stimmen erzielt als Ulrich Siegmund für die AfD in Sachsen-Anhalt. Dennoch ging es bei den Diskussionen hauptsächlich um die Wahlen im Osten. Dort haben die Parteien der Mitte teils drastisch verloren, die Regierungsbildung wird schwierig.

Die Menschen hier wollen zurück in eine Welt, die es nie gab

In den Analysen werden viele Gründe für den Erfolg radikaler Parteien genannt. Während das Thema „Wohnungsnot‘“ in Berlin nachvollziehbar ist, handelt es sich oft eher um Gefühle – das Gefühl benachteiligt zu sein und der Wunsch zurück in eine Welt, die es so nie gab. In meinem Blog zur Politik stelle ich einige Analysen vor. Mit dem „Bundeszwang“ habe ich einen Artikel des Grundgesetzes vorgestellt, dessen Bedeutung vielen nicht bewusst war – und der 80 Jahre lang auch nicht wichtig erschien.

Schlechtes Erscheinungsbild der Bundesregierung

Ein wichtiger Grund für das Wahlergebnis war die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Die auf den Weg gebrachten Reformen werden von vielen als ungerecht betrachtet. Laut Umfragen ärgert die Menschen auch der permanente Streit. Man muss der Bundesregierung zugestehen, dass viele Probleme durch andere Akteure verursacht werden. Aber sie könnten – gemeinsam mit den europäischen Partnern – Lösungen vorantreiben.

Szenarien für die Zukunft

Zum Abschluss präsentierte ich deshalb verschiedene Szenarien, darunter die „Europäische Renaissance“. In dieser positiven Vision etabliert sich Europa neben China und den USA gemeinsam mit anderen Mittelmächten als demokratische Kraft, die durch Investitionen ein neues Wirtschaftswunder voranbringt. Durch diesen Aufschwung könnten Populisten der Nährboden entzogen werden – in Deutschland und anderen Ländern.

Meine Angebote

Bis dahin ist es ein weiter Weg, noch dominieren die Probleme, die ich in meinen Seminaren behandle. Neben diesem neuen Angebot „Es brodelt in Deutschland“ finden Sie Angebote zu China und den USA in der Rubrik Internationale Politik und den wirtschaftlichen Problemen hier. Ich freue mich auf Ihre Ideen und Vorschläge!

Von Klimazonen und dem Klimawandel

Das neue Semester begann mit einer weiteren Reise um die Welt. Für ATRIO Leonberg und die VHS Stuttgart führe ich seit einigen Semestern Seminarreihen durch, in denen die Teilnehmenden mitbestimmen können. Während es in den letzten Semestern um einzelne Länder ging, stehen dieses Mal Themen im Mittelpunkt, die alle Menschen betrifft.

Von den Tropen über die gemäßigte Zone zur polaren Zone

Beim ersten Termin ging es um unterschiedliche Klimazonen und die Folgen für Landschaften und Tierwelt. Um den Äquator steht die Sonne sehr steil – dort ist es das ganze Jahr warm. Am Nord- und Südpol ist die Sonne weniger zu sehen – es ist oft kalt. Anschließend haben wir uns die Tropen, Subtropen, die gemäßigte Zone und die polare Zone genauer angeschaut: Welche Länder sind in diesen Zonen, welche Tiere leben dort? Das anschließende Rätsel bewies, dass alle gut aufgepasst haben, denn alle Fragen wurden souverän beantwortet.

Der Klimawandel und die Folgen

Im zweiten Teil ging es um den Klimawandel. In diesem Sommer haben viele Menschen auf der Welt die Folgen erlebt: Es wird immer heißer, es gab Waldbrände, Landwirte beklagen schlechte Ernten. In der Politik wird heftig gestritten, was wir tun müssen und können. Neben den Staaten können wir alle etwas beitragen: in dem wir Energie sparen, nur kaufen, was man wirklich braucht, gesunde Lebensmittel einkaufen. Wichtig war mir, dass wir nicht auf alles verzichten müssen, d.h. Licht einschalten, wenn es nötig ist, aber auch andere Menschen treffen und das Leben genießen.

Die Reise geht weiter

Bei den nächsten Treffen wird es um unterschiedliche Sprachen, Kultur und Essen weltweit gehen. Das Thema Klimawandel biete ich bei meinen Angeboten zur Inklusion und bei meinen Angeboten zur Gesellschaft. Unter dem Titel „Klimawandel – eine heiße Diskussion“ steht die politische Debatte im Mittelpunkt.

Spanien, die EU und die Migration

Im Juli hatte ich in meinem Blog über das neue EU-Asylrecht berichtet. Der Ansturm auf die spanische Enklave Anfang des Monats löste heftige Reaktionen aus. In meinen Blogs und Seminaren behandelte ich die Themen ausführlicher.

Menschenleben zählen kaum mehr

Einige Autoren argumentieren, dass es in der Berichterstattung kaum mehr um die getöteten Menschen ging. Löste 2015 das Bild eines getöteten Jungen noch großes Mitgefühl aus, wurde jetzt der „humanistische Anspruch bis zur Unkenntlichkeit gesenkt“. Heribert Prantl argumentiert, dass die „Verdammten dieser Erde“ nun geflüchtete Menschen sind.

Ist Europa durch Migration erpressbar?

In einigen Artikeln geht es um die Erpressbarkeit der Europäischen Union. Dies zeigte sich bereits in der Vergangenheit durch die Türkei und Belarus. Im Fall von Ceuta zeigte Marokko, dass sein Verhalten und seine Grenzkontrollen entscheidend sind für die Fluchtbewegung. Zurecht verweisen einige Kommentator*innen darauf hin, dass kurz nach der Einigung über das EU-Asylrecht schon wieder heftig gestritten wurde.

Spanien – Vorbild bei Fußball, Wachstum und Migration?

Besonders heftig wurde Spanien kritisiert, obwohl Spanien die Krise schnell lösen konnte. In einem Blogbeitrag stelle ich vor, dass Zeitungen ganz unterschiedlicher politischer Ausrichtung zum Schluss kommen, dass Spanien beim Wachstum EU- vorne liegt und die Migration einen entscheidenden Beitrag geleistet hat.
Über Spanien habe ich neues Seminar in der Rubrik Staaten im Fokus. Dabei geht es um die aktuelle spanische Politk und die Frage, ob und wie Spanien neben Fußball und Wachstum auch als Vorbild in der Migrationspolitik dienen kann.

Seminare zu Migration

Um das Thema Migration geht es in verschiedenen Seminaren, In meinen Seminaren zur Europäischen Union biete ich ein Seminar „Die EU und die Flüchtlinge“. Außerdem behandele ich das Thema in den Angeboten zu Demokratie und Wahlen und Gesellschaft.

Eine weitere Reise um die Welt geht zu Ende

ATRIO Leonberg

Mit einem Rückblick auf das Semester und positiven Nachrichten ging die Seminarreihe „Reise um die Welt“ zu Ende. Schon seit einigen Jahren gestalte ich Seminarreihen im Auftrag von VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg.

Vielfalt und die schönste Nebensache der Welt

Schwerpunkt in diesem Semester war das Thema Vielfalt. Beim ersten Termin ging es um die Zuwanderung nach Deutschland. Auch bei ATRIO arbeiten viele Menschen mit ausländischen Wurzeln. Diese Vielfalt zeigt sich auch bei der deutschen Nationalmannschaft. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft war die Mannschaft nicht sehr erfolgreich, das Seminar zum Thema Sport zeigte aber, wie wichtig Sport sein kann– als Fan und einige auch als Aktive in einem Sportverein.

Die glücklichsten Menschen der Welt und ein furchtbarer Krieg

Wir warfen wieder einen Blick auf andere Länder. Während es beim Seminar über Skandinavien um viele positive Dinge ging, erzählte ein Teilnehmer aus der Ukraine vom furchtbaren Krieg in seinem Heimatland. Er berichtete uns über die Schönheit des Landes, seine Lieblingsmusik und seine Lieblingstiere.

Abschluss mit positiven Nachrichten

Beim letzten Termin blickten wir auf die Länder der letzten Reihen – und einige positive Nachrichten: Grüne Energien in Afrika, mehr Schutz für den Regenwald oder der kostenlose Nahverkehr in einigen europäischen Städten. Bei der Planung des nächsten Semesters hat mich gefreut, dass bei vielen Teilnehmenden mittlerweile „Seminar mit Jürgen“ als Beschreibung reicht – dennoch haben wir uns wieder Ziele gesetzt – es soll um Kultur, Landschaften, Sprachen und nicht zuletzt Essen in verschiedenen Regionen gehen.

Angebote für mehr Teilhabe

Auf der Seite Teilhabe fördern habe ich weitere Angebote zusammengestellt. Ich freue mich auf Ihre Ideen. In meinem Blog zur Inklusion berichte ich über Neuigkeiten und Positionen zu diesem Bereich.

Unser Sozialstaat im Umbau

Die Bundesregierung hat in den letzten Wochen umfangreiche Veränderungen des Sozialstaats vorgeschlagen. In meinen Seminaren und Blogs stelle ich die Reformvorschläge vor.

Größte Reformvorhaben seit Schröder

Es sind die größten und umfangreichsten Reformvorhaben seit der Agenda 2010. Mit ihrem 34-Punkte-Plan und Vorschlägen für Rente, Gesundheit und Pflege hat die Bundesregierung zahlreiche Veränderungen auf den Weg gebracht. Einen Überblick finden Sie in Eintrag in meinem Blog. In meinem Seminar „Reformen des Sozialstaats“ in Backnang ging es um die Grundlagen des Sozialstaats und die Einordnung der Reformvorschläge. Beim Seminar zur Wirtschaftspolitik in Erdmannhausen habe ich die Investitions- und Reformprogramme vorgestellt.

Lob und Kritik

Für die Reformvorschläge gab es Lob, besonders die Vorschläge der Rentenkommission wurden als guter Kompromiss beschrieben. Andere sahen wichtige Impulse und ein Zeichen der Handlungsfähigkeit der Mitte. Aber es hagelte auch Kritik, vor allem an der bereits beschlossenen Gesundheitsreform. In meinen Blogs stelle ich einen Artikel mit dem treffenden Titel „Mit Misstrauen schafft man keine Aufbruchstimmung“ vor. Da von vielen Einsparungen Frauen betroffen sind, geht es in einem weiteren Artikel um die Frage „Was tut die Frauenministerin eigentlich für Frauen?“

Weitere Veränderungen stehen an

Die Umsetzung der Reformen wird dauern, außerdem sind weitere Veränderungen angekündigt. In meinen Seminaren zur Wirtschafts- und Sozialpolitik werde ich diese Entwicklung begleiten. In einem weiteren Seminar geht es um die steigende Ungleichheit. Hierzu stelle ich in meinem Blog ein Interview vor, in dem Thomas Pikkety mehr Umverteilung fordert.

Der Sozialstaat ist wichtig

In einem Punkt sind sich die meisten einig: der Sozialstaat ist wichtig. Mein Seminar endete deshalb auch mit zwei Zitaten von Kanzlern der Vergangenheit. Helmut Kohl betonte, dass sich die Menschlichkeit einer Gesellschaft auch darin zeigt, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht. Helmut Schmidt bezeichnete den Sozialstaat als die größte Errungenschaft des 20. Jahrhundert.

Trumps Politik und die Folgen – neue Vorschläge in meinem Seminarprogramm

In meinen aktualisierten Seminarangeboten habe ich einige Vorschläge für neue Seminare. Donald Trump und die Folgen seiner Politik werden dabei weiterhin prägend sein. Ich freue mich auf Ihre Vorschläge – und spannende Seminare im zweiten Halbjahr 2026.

Die EU in schwierigen Zeiten

In der Kategorie Staaten und Regionen steht Frankreich im Mittelpunkt. Bei den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr werden Radikalen von rechts und links gute Chancen eingeräumt. Ein Seminar bei meinen Reisen um die Welt habe ich zum Anlass genommen, Skandinavien – und die laut Umfragen glücklichsten Menschen der Welt – ins Programm aufzunehmen. In der Rubrik Europäische Union ist das Thema „Die EU und die Populisten“ neu. Weiterhin aktuell und von vielen Gruppen gewünscht ist das Thema „Die EU vor der Zerreißprobe“.

Internationale Politik -ein Dämpfer für Trump?

Bei den Zwischenwahlen in den USA könnte Donald Trump einen Dämpfer erhalten – möglicherwiese mit Folgen für die ganze Welt. Als weiteres Thema habe ich in der Rubrik Internationales das Thema BRICS aufgenommen. Die Staatengemeinschaft unter anderem mit China, Indien und Russland wird immer mehr ein ernstzunehmender Konkurrent für den Westen – nicht zuletzt aufgrund der Schwäche des Westens.

Wirtschaft und Soziales im Zeichen der Reformen

Aktuell wird in Deutschland heftig über Reformen gestritten – in Seminaren über die Rente und den Sozialstaat gehe ich auf die Vorschläge ein. Neu im Bereich Wirtschaft ist ein Blick auf die Ökonomin Maja Göpel mit ihren Forderungen „Die Welt neu zu denken“. Neue Brisanz hat das Thema Techgiganten, das ich grundlegend überarbeitet habe.

Schicksalswahlen in Ostdeutschland

In der Rubrik Demokratie und Wahlen blicke ich auf die Wahlen in Ostdeutschland im Herbst. In einem Seminar zur Wahl des Bundespräsidenten Anfang 2027 biete ich einen Blick auf die bisherigen Bundespräsidenten und auf das neue Staatsoberhaupt – möglicherweise erstmals eine Frau. In einem weiteren Seminar geht es um die Rolle von Medien als die vierte Gewalt im Staat.

Was ist schon neutral – und die schönste Nebensache der Welt

Zwei außergewöhnliche Vorschläge habe ich im Bereich Gesellschaft. Im Herbst jährt sich die Regeln der Politischen Bildung zum 50. Mal – der Beutelsbacher Konsens. Ich werde an einem Kongress dabei sein und biete in einem Programm ein Seminar mit der Frage „Was heißt hier schon neutral“. Die Fußball-WM ist bald vorbei, das Spannungsfeld Politik und Staat bleibt aber spannend und damit ein hoffentlich interessanter Vorschlag.

75 Jahre Baden-Württemberg

Baden-Württemberg wird 2027 75 Jahre alt. Grund genug, im Bereich Geschichte auf Geschichten, Land und Leute zu werfen. Weniger erfreulich, aber auch ein wichtiges Ereignis in der bundesdeutschen Geschichte war der „Deutsche Hebst“ 1977. In einem Seminar geht es um die dramatischen Ereignisse und die Folgen für heute.

Ihre Vorschläge

…sind die besten! Ich hoffe, dass für Sie etwas Interessantes dabei ist. Die Erfahrung zeigt, dass die besten Ideen von den Gruppen kommen. Ich freue mich deshalb über Ihre Ideen und Vorschläge. Selbstverständlich biete ich alle Themen auch in abgeänderter Version an. Bis zur Sommerpause finden nur noch wenige Seminare statt, ab Herbst freue ich mich dann wieder über spannende Seminare in unruhigen Zeiten!

Sport – die schönste Nebensache der Welt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft beschäftigt mich nicht nur als Fußball-Fan, sondern auch bei meiner Arbeit. Entgegen aller Beteuerungen hat Fußball und Sport oft auch mit der Politik zu tun. In meinen Seminaren und Blogs gehe ich auf unterschiedliche Aspekte ein.

Sport und Inklusion

Der Limeshof der Nikolauspflege ist eine Einrichtung für blinde und sehbehinderte Erwachsene mit zusätzlichen Beeinträchtigungen am grünen Stadtrand von Welzheim. Hier gibt es eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, eine Fördergruppe, unterschiedliche Wohn- und Betreuungsformen sowie den Bereich der Offenen Angebote. Im Rahmen dieser Angebote hatte ich meinen erstes Seminar über Sport und Politik. In der Vorstellungsrunde nannten die Teilnehmenden Gründe, warum sie Sport treiben: Ausgleich, Gesundheit, aber auch der Spaß mit anderen gemeinsam etwas zu unternehmen. Sie berichten auch, dass es Menschen mit Behinderung immer noch schwer haben, im Verein Sport zu treiben.

Sport und Politik in meinen Seminaren

Im weiteren Verlauf ging es um Sport und Politik. Anhand von Ereignissen wie den Olympischen Spielen in Berlin zeigte ich auf, dass Herrscher Spiele missbrauchen können. Aber es gibt auch positive Beispiele, wie das Wunder von Bern, als der Sieg mitgeholfen hat, einem ganzen Land Hoffnung zu geben. Beim Sommermärchen 2006 präsentierte sich Deutschland als toller Gastgeber und begeisterte viele Menschen. Auch die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft wird überschattet durch die Politik von Donald Trump und dem fragwürdigen Verhalten von FIFA-Präsident Infantino.

Sport und Politik in meinem Blog

In meinem Blog stelle ich einige interessante Artikel zur Fußball-WM vor. In Willkommen im Abseits steht Gastgeber im Mittelpunkt. Politik spielte schon immer eine Rolle, wie der Artikel Das ganze Leben in 90 Minuten zeigt. Aus der Seele gesprochen hat mir ein Artikel, in dem der Autor betont, dass Fußballer sich politisch äußern können, wenn sie wollen – und es wirklich nicht schlechter machen können als der FIFA Präsident.

Weitere Seminare folgen

Beim nächsten Stammtisch an der Diakonie Stetten werden wir uns auch mit dem Thema beschäftigen, außerdem plane ich es bei meinem Einsatz für das Bildungszentrum Karlsruhe. Das Thema Sport und Politik bleibt auch nach der Fußball-WM aktuell, z.B. durch die Diskussion um die deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele. Ich habe das Thema deshalb in mein neues Seminarprogramm aufgenommen und freue mich auf Ihr Interesse.

Neue Seminarreihen „Stammtisch“ und „Reise um die Welt“

Nach den Veranstaltungen zur Landtagswahl gehen meine Seminare für Menschen mit Behinderungen weiter. In dieser Woche starteten zwei Reihen – die bereits bewährte Reihe „Reise um die Welt“ für ATRIO Leonberg und der Stammtisch für die Diakonie Stetten – beide in Kooperation mit Volkshochschulen.

Politischer Stammtisch – Jetzt reden wir!

Bei diesem neuen Format sollen alle zu Wort kommen. Die Teilnehmenden können über die Themen mitbestimmen, Fragen stellen und mitreden. Ein Thema soll im Mittelpunkt stehen, die Teilnehmenden können aber auch am Abend ihre eigenen Themen einbringen. Die Veranstaltungen werden im Rahmen der Easy Uni angeboten, einer Kooperation zwischen der Diakonie Stetten und der VHS Unteres Remstal.

Über den Iran-Krieg reden

Am ersten Abend ging es um den Iran-Krieg. Zunächst habe ich die Vorgeschichte, Hintergründe und wichtige Aspekte des Krieges erklärt. Es ging auch um die Folgen bei uns – die Teilnehmenden befürchten, dass alles immer teurer wird. Mindestens genauso wichtig war mir, über den Krieg zu reden. Die Teilnehmenden berichteten, dass sie die Fernsehberichte belasten. Hier ist es besser, nicht zu viele Nachrichten und Bilder zu schauen.

Viele Ideen für die nächsten Stammtische

Die Teilnehmenden haben schon viele Ideen für unsere nächsten Termine. m Juni soll es passend zur Fußball-Weltmeisterschaft um Sport und Politik gehen, im Herbst dann um die US-Wahlen und Donald Trump. Bei jedem Abend wird aber auch Zeit bleiben, andere Themen zu diskutieren.

Reise um die Welt geht in die nächste Runde

Die Teilnehmenden bei ATRIO dürfen auch mitbestimmen – und haben sich für eine weitere Reise um die Welt entschieden. Die Veranstaltungsreihe wird von der VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg organisiert. Schwerpunkt wird dieses Mal die Zuwanderung nach Deutschland. In einem ersten Überblick habe ich aufgezeigt, dass es in Deutschland schon immer Zu- und Abwanderung gegeben haben. Einige Teilnehmenden oder ihre Eltern sind in den vergangenen Jahren zu uns gekommen. Diese Länder werden ebenso wie die genannten Lieblingsurlaubsländer in den folgenden Seminaren im Mittelpunkt stehen.

Teilhabe fördern

Auf meiner Seite Teilhabe fördern finden Sie weitere Vorschläge. Prinzipiell sind aber natürlich alle Themen meiner Seminarangebote in angepasster Form auch für Menschen mit Behinderungen denkbar. Ich freue mich auf Ihre Ideen.

Probleme und Hoffnung bei der Reise um die Welt

Mit einem Seminar über Nigeria endete die Seminarreihe „Reise um die Welt“, die ich für ATRIO Leonberg und die VHS Stuttgart durchgeführt habe. In den Seminaren davor hatten wir uns intensiv mit Peru, Korea und den Staaten auf dem Balkan beschäftigt.

Teilnehmende entscheiden und wirken mit

Ein zentraler Aspekt der Seminarreihe ist, dass die Teilnehmenden bei den Themen mitstimmen. Nachdem wir bereits zuvor einige Staaten der Erde genauer betrachtet hatten, fiel die Entscheidung dieses Mal auf Korea, Peru, den Balkan und Nigeria. Auch bei der Gestaltung haben die Teilnehmenden mitgewirkt. Ein weitgereister Teilnehmer konnte über Urlaubsländer berichten, ein Teilnehmer brachte uns einige Wörter serbisch bei und berichtete aus der Heimat seiner Eltern.

Eindrucksvolle Geschichten aus Peru und Nigeria

Ein bei ATRIO arbeitender Bundesfreiwilliger aus Peru erzählte über seine Heimat. Er zeigte beeindruckende Bilder und ging auch auf die Probleme ein. Probleme und Hoffnungen sind auch prägend für Nigeria. Eine Vertreterin der Evangelischen Erwachsenenbildung berichtete von ihrer Arbeit für den Weltgebetstag, der in diesem Jahr Nigeria zum Thema hat. Auch dies ist ein Land mit vielen Problemen und dennoch einigen Hoffnungen, wie ich auch in meinem „politischen“ Teil aufzeigte.

Migration nach Deutschland

Die Reihe wird auch im kommenden Semester fortgesetzt. Wir behandeln dabei die Frage, warum Menschen aus anderen Ländern zu uns kommen und beschäftigen uns mit den Heimatländern. Mit der Türkei haben wir bereits ein Land herausgesucht, weitere werden folgen. Die Konzeption Reisen hat sich bewährt, denn sie bietet die Möglichkeit, niederschwellig Länder und Regionen kennenzulernen. Gerne biete ich auch für Ihre Einrichtung ein passendes Konzept.

Können friedliche Protestbewegungen erfolgreich sein?

In einem neuen Seminar bei einer Bildungswerkstatt ging es um die Frage, ob und wie Protestbewegungen erfolgreich sein können. Studien zeigen, dass friedliche Proteste erfolgreicher sind als gewalttätige. Allerdings gibt es auch viele Beispiele für friedliche Bewegungen, die nicht erfolgreich sind – die aktuellen Proteste im Iran gehören leider dazu.

Erfolg ist schwer zu definieren

Es ist schwierig, den Erfolg von Bewegungen zu definieren. Der Widerstand gegen Hitler hat nicht die Diktatur überwunden, aber viele Menschenleben gerettet und ist noch heute Vorbild. Manche Erfolge stellen sich erst nach vielen Jahren ein. Wichtig ist in jedem Fall, dass möglichst viele Menschen die Bewegung unterstützen. Die Medien spielen eine wichtige Rolle, da sie für eine öffentliche Wahrnehmung der Themen führen.

Von Gandhi zu Stuttgart 21

Bei Vorstellung und Diskussion habe ich unterschiedliche internationale und nationale Bewegungen vorgestellt. Mahatma Gandhi hat mit seinem gewaltsamen Widerstand und zivilen Ungehorsam den Freiheitskampf Indiens geprägt und letztlich zum Erfolg geführt. Erfreulich gewaltfrei verliefen auch die Revolutionen von 1989 in Europa. Die brutale Niederschlagung der Proteste im Iran zeigen jedoch, dass friedliche Proteste nicht immer zum Ziel führen.
In Deutschland konnte die 68er Bewegung und die anschließenden sozialen Bewegungen die meisten ihrer politischen Ziele nicht erreichen, hatten aber Einfluss auf Gesellschaft und Politik. Ein ähnliches Fazit lässt sich auch über die Stuttgart 21-Bewegung ziehen: Der Bau des Bahnhofs wurde nicht verhindert, Bedeutung und Einfluss hatte die Bewegung aber durchaus.

Friedliche Proteste werden gebraucht

Friedliche Proteste sind wichtig – gerade in einer Demokratie. Widersprüche werden deutlich und leisten damit einen Beitrag für gesellschaftlichen Veränderungen. Sie erfordern Mut und Geduld und führen nicht immer zum Ziel. Dennoch ist Handeln wichtig, wie schon Gandhi wusste: „Du wirst vielleicht nie wissen, welche Folgen dein Handeln hat. Aber wenn du nichts tust, wird es auch keine Folgen geben.“

Protestbewegungen in meinen Blogs und Seminaren

In meinem Blog zur Gesellschaft stelle ich in diesem Monat einen Artikel und eine interessante ARTE-Dokumentation zum Thema Proteste vor. In meinen Seminaren zur Gesellschaft biete ich Seminare zur Zivilcourage, dem Konflikt der Generationen und dem Kulturkampf.