Werden wir von Lobbyist*innen regiert?

Es war wieder mal ein Thema, das auf Initiative von Teilnehmer*innen zustande kam. Auch wenn ich der These, dass Deutschland von Lobbyist*tinnen regiert wird, widersprechen würde, lohnt sich eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Deswegen habe ich mich gefreut, dass sich einige Bildungswerkstätten für das Thema entschieden haben – in Freiberg war nun Premiere.

Lobbyist*innen als Strippenzieher*innen?

Allen Teilnehmerinnen bestätigten, dass Lobbyismus für sie eher einen negativen Klang hat. Dies liegt auch daran, dass häufig nicht transparent ist, was die PR-Agenturen, Denkfabriken und Politikberaterinnen machen und mit welchen Methoden sie agieren.

Interessenvertretung ist ein wichtiger Bestandteil von Demokratie

Bei aller Kritik: Interessenvertretung ist legitim und erwünscht. Es gehört zu einem Idealbild einer pluralistischen Gesellschaft, dass Interessengruppen ihr Wissen einbringen und für ihre Positionen werben – es ist wiederrum Aufgabe der Politiker*innen unterschiedliche Positionen abzuwägen.

In einigen Themenfeldern ist der Einfluss (zu) groß

Die Analyse ausgewählter Themenbereiche wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Automobilindustrie zeigte, dass die Einflussnahme in manchen Fällen bedenklich und sehr einseitig ist. Angesichts immer höhere Ausgaben für PR-Aktivitäten gilt „Einfluss muss man sich leisten können“.

Kontrolle ist nötig und möglich

Es gibt Hoffnungsschimmer. Nicht zuletzt aufgrund von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wie Lobbycontrol soll nun auch in Deutschland ein Lobbyregister eingeführt. Politiker*innen sind kein wehrloses Opfer, sie können strengere Regeln einführen – und für einen faireren Interessenaustausch sorgen.

Weitere Informationen zu meinen Seminaren zu Demokratie und Wahlen finden Sie hier. Ich freue mich immer über Anregungen und neue Ideen.

Wer wird Chef*in von Baden-Württemberg?

Am 14. März 2021 wählen die Bürger/innen von Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Sie entscheiden damit, ob Winfried Kretschmann von den Grünen Ministerpräsident bleiben kann. Wichtigste Gegenkandidatin ist Susanne Eisenmann von der CDU, derzeit Kultusministerin. Die Landtagswahlen werden ein Schwerpunkt meiner Arbeit in den nächsten Monaten.

Meine Angebote – Einfach wählen gehen

In meiner Themenliste für Bildungswerkstätten und Akademien ist das Seminar „Landtagswahlen 2021 – Baden-Württemberg hat die Wahl“ neu im Programm.
Unter dem Motto „Wir mischen mit“ biete ich für Menschen mit Behinderung Seminare in leichter Sprache, Aktionstage und Angebote für Multiplikator*innen. In der Seminarreihe Baden-Württemberg geht es um verschiedene Aspekte von Baden-Württemberg: Geschichte, Land und Leute, Kunst und Kultur, Wirtschaft und aktuelle Politik.

Unsere Heimat Baden-Württemberg

Neben einem Seminar für die Backnanger Werkstätten der Paulinenpflege sind bereits einige Termine für die Diakonie Stetten fest. Geplant sind inklusive Besuche des Landtags, Seminare in leichter Sprache und als Höhepunkt ein großer Aktionstag am 29. Januar 2021 in der VHS Fellbach.
Es erwartet Sie ein buntes Programm mit Informationen, Seminaren und Workshops. Bei all diesen Aktivitäten darf traditionelles Essen und Trinken nicht fehlen, denn unsere Heimat ist nicht zuletzt auch ein kulinarischer Genuss!

Blog zur Landtagswahl

Im Blog zur Landtagwahlen 2021 biete ich Informationen über Baden-Württemberg, die Wahlen und meine Angebote. Diese zielen vor allem auf meine Zielgruppe Menschen mit Behinderung, sind aber hoffentlich auch für andere interessant! Dort finden Sie auch Informationen zu meinen früheren Veranstaltungen und meinen Angeboten.

Deutschland in unruhigen Zeiten

In einem Seminar für die Bildungswerkstatt Erdmannhausen ging es um aktuelle Themen – den letzten Wahlen, den Problemen der Volksparteien und den Umgang mit der AfD. Dies ist nur ein Beispiel, wie aktuelle Themen in meinen Seminaren berücksichtigt werden können.

Kurzfristige Festlegung von Themen

Viele Bildungswerkstätten und Akademien nutzen die Möglichkeit, Themen kurzfristig zu entscheiden. Angesichts der unruhigen Verhältnisse und der langen Planung ist dies gute Alternative. Sie können dann ein Seminar aus meiner Themenliste wählen oder eigene Wünsche nennen. Bei einem Seminar für die Bildungswerkstatt Erdmannhausen zeigte sich einmal mehr, dass die besten Ideen für Seminare von den Teilnehmer/innen kommen.

Deutschland in unruhigen Zeiten

Wie funktionieren Überhangs- und Ausgleichsmandate, welche Folgen haben die letzten Wahlen, wie steht es um die Volksparteien und welche Strategien gibt es im Umgang mit der AfD? Das waren nur einige der Fragen, die ich in einem Seminar „Deutschland in unruhigen Zeiten“ aufbereitet und eingeordnet habe. Natürlich wurde auch viel diskutiert – das Wichtigste bei meinen Seminaren!

Aktuelle Ereignisse in allen Seminaren

Natürlich werden auf Wunsch bei allen meinen Seminaren aktuelle Ereignisse diskutiert – schließlich gibt es keinen Lehrplan und auch keine Prüfung. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Wünsche der Teilnehmer/innen. Die politischen Ereignisse überschlagen sich und in den immer kürzer werdenden Nachrichten werden komplexe Probleme oft nur kurz erklärt – von Falschnachrichten ganz zu schweigen. Die Teilnehmer/innen möglichst objektiv informieren und mit ihnen zu sind die wichtigsten Ziele meiner Arbeit.

Aktuelle Themen in meinen Seminarangeboten

Viele meiner Seminarangebote behandeln aktuelle Entwicklungen und werden fortlaufend aktualisiert. Im Bereich Demokratie und Wahlen biete ich Seminare, die auch auf Aspekte des Seminars in Erdmannhausen eingehen, u.a. „Volksparteien am Ende? Das deutsche Parteiensystem im Wandel“ und „Rechte Parteien auf dem Vormarsch“.
Gerne gestalte ich ein Seminar nach Ihren Wünschen. Ich freue mich auf Ihren Anruf (07183/931562) oder per E-Mail.

Neues Jahr – die spannenden Themen bleiben

In meinem aktualisierten Programm biete ich neue und bewährte Seminare aus meinen Schwerpunkten Europa und Internationales, Wirtschaft, Gesellschaft und neuere Geschichte.

Europa in unruhigen Zeiten – Themen und Staaten im Fokus

Eines der beliebtesten Themen des letzten Jahres war „Die EU in unruhigen Zeiten“. Die Probleme so vielfältig und der Diskussionsbedarf entsprechend groß, dass immer nur Teile besprochen werden können. Um den Wünschen der Teilnehmer/innen besser gerecht zu werden, habe ich die Themenfelder in der neuen Rubrik Europäische Union unterteilt: Wie geht es weiter mit der Flüchtlingspolitik, Demokratie, Euro, Handelspolitik, sowie Außen- und Sicherheitspolitik? Natürlich wird auch der Brexit als Thema aktuell bleiben. Es ist eines der Themen im Bereich Regionen und Staaten. Neu sind hier die Beziehungen der EU zu Südamerika, Afrika und im Nahen Osten.

Internationale Politik – Wahlen in den USA und internationale Konflikte

Das bestimmende Thema 2020 – nicht nur für die USA – sind die Präsidentschaftswahlen. Am 3. November entscheiden die Bürger/innen, ob Donald Trump weitere vier Jahre Präsident bleibt oder einem Demokraten Platz machen muss. Donald Trump beeinflusst auch andere Seminare, so das Verhältnis zur EU und den Handelskonflikt. Darüber hinaus biete ich in der Rubrik Internationale Politik Seminare zur Entwicklungspolitik, internationale Konflikte und den Vereinten Nationen.

Wirtschaft – und Sozialpolitik – unser Sozialstaat

Im Bereich Wirtschaft und Soziales wird der Handelskonflikt dominant bleiben. Bereits bestehende Themen werden laufend angepasst, so enthält das Seminar zum Geld jetzt auch die Facebook-Währung Libra. Bei den sozialen Themen geht es um Aspekte unserer Sozialstaats: können wir uns unseren Sozialstaat noch leisten, wie (un)gerecht geht es in Deutschland zu und wie geht es weiter mit unserem Gesundheitssystem.

Wie (gut) funktioniert unsere Demokratie?

Auf Anregung von Teilnehmer/innen geht es bei einem neuen Seminar um die Frage, ob Deutschland von Lobbyisten regiert wird. Wie bei allen anderen Themen wird es auch hier um eine möglichst objektive Einschätzung gehen, denn bei aller berechtigten Kritik gehören Interessenvertreter zum Funktionieren einer Demokratie. Weitere Aspekte der Rubrik Demokratie und Wahlen sind die Krise der Volkspartien und die Jugend von heute.

Unsere Gesellschaft – über die Grenzen der Meinungsfreiheit

Erfreulich großes Interesse hatte mein Seminar zur Zukunft unserer Gesellschaft, bei dem es um größere gesellschaftlichen Wandel geht. Zwei weitere Seminare im Bereich Gesellschaft behandeln Aspekte dieser Veränderungen: bei einem Seminar über Meinungsfreiheit geht es um die vermeintliche Einschränkung, bei Hass im Internet und im realen Leben wird die Verrohung der Gesellschaft thematisiert.

Geschichte – 75 Jahre Kriegsende, 30 Jahre Vereinigung

In der Rubrik Geschichte stehen wieder Jahrestage im Mittelpunkt: Bei 75 Jahre Kriegsende geht es um die Stunde Null und die Folgen, das Seminar „30 Jahre Wiedervereinigung“ beschäftigt sich mit dem Stand der deutschen Einheit.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich über Ihre Nachricht oder Ihren Anruf (07183/931592). Gerne passe ich Themen, Dauer und Gestaltung auf Ihre Bedürfnisse an.

Wie steht es um die Demokratie in Deutschland?

Zahlreiche Teilnehmer/innen haben an meinem Seminar an der VHS Backnang teilgenommen und engagiert über Vergangenheit und Zukunft der Demokratie diskutiert.

100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre Umbruch in der DDR

Anlass des Seminars waren mehrere Jubiläen: vor 100 Jahre wurde die erste demokratische Verfassung von der Nationalversammlung verabschiedet. Neben diesem Jahrestag feiern wir 2019 auch noch den 70. Geburtstag des Grundgesetzes und das 30. Jubiläum der friedlichen Revolution in der DDR. Grund genug auf die wechselhafte Geschichte der Demokratie in Deutschland und die Situation heute einzugehen.

Demokratie als vielschichtiges Phänomen

Im ersten Teil ging es um die Bedeutung von Demokratie – der Herrschaft des Volkes. Sie ist nicht nur eine Staatsform und ein politisches Prinzip, sondern betrifft auch die Lebensform: eine aktive Bürgergesellschaft und ein demokratisches Bewusstsein sind Voraussetzungen für eine gut funktionierende Demokratie.

Umsetzung der Demokratie in Deutschland

Demokratie wurde und wird unterschiedlich in Deutschland umgesetzt und gelebt: Zwar ermöglichte die Weimarer Verfassung umfangreiche Mitwirkungsmöglichkeiten, als „Demokratie ohne Demokraten“ ist sie aber letztlich gescheitert. Die Bundesrepublik hingegen ist trotz aller Probleme eine Erfolgsgeschichte. Die intensive Diskussion zeigte aber auch die Probleme: Nicht gehaltene Versprechen, Protestwähler, der Niedergang der Volksparteien.

Die Demokratie schafft das?!

Im letzten Teil ging es um die Zukunft der Demokratie. Können Probleme wie der Klimawandel mit demokratischen Mitteln gelöst werden? Hier waren sich die Teilnehmer/innen einige: Verbesserungen sind möglich und nötig, letztlich gibt es aber keine ernsthafte Alternative, oder wie es Winston Churchill ausdrückte: „Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform – ausgenommen all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert wurden.“

Demokratie und Teilhabe fördern

Um den Zustand der Demokratie und die Verbesserung der Teilhabe geht es in meinen Angeboten für Menschen mit Behinderungen und meinen Angeboten zu Demokratien und Wahlen. Neu im Angebot ist hier ein Seminar über den Niedergang der Volksparteien. Auch im Bereich Gesellschaft geht es um aktuelle Themen wie den Klimawandel, die Jugend von heute und den gesellschaftlichen Wandel.

Mitmachen und mitmischen – Veranstaltungen zur Kommunalwahl

Nach den Seminaren für die Paulinenpflege Winnenden und die Remstal-Werkstatt sowie dem tollen Aktionstag der Diakonie Stetten haben nun meine letzten Veranstaltungen zur Kommunalwahl in Baden-Württemberg stattgefunden: eine Podiumsdiskussion für die Großheppacher Schwesternschaft und jeweils zwei Seminare für die Johannes Diakonie und die Diakonie Stetten.

Die Macht der Erzieher/innen – Podiumsdiskussion in Weinstadt

Für die Großheppacher Schwesternschaft leitete ich eine Podiumsdiskussion mit Kandidat/innen für den Gemeinderat Weinstadt. Kontrovers aber konstruktiv diskutierten die Vertreter/innen von CDU, SPD, Freie Wähler und Grüne und beantworteten die Fragen der Teilnehmer/innen – angehende Erzieher/innen, die in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik ihre Ausbildung absolvieren. Die Diskutant/innen berichteten, wie heiß begehrt Erzieher/innen für die Kommunen aktuell sind – und welche Macht sie damit haben.

Wir müssen selber etwas tun – Seminare für die Johannes Diakonie Mosbach

Wie bei der Bundestagswahl war das Interesse auch an den Werkstätten der Johannes Diakonie in Mosbach und Schwabach wieder sehr groß. Bemerkenswert an der Diskussion hier war der Appell sich nicht immer auf die Politik zu verlassen. Wir müssen selber dafür sorgen, dass möglichst wenig Müll erzeugt und dieser ordentlich entsorgt wird und im Alltag mehr aufeinander achten.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – Seminare für die Diakonie Stetten

Der Wunsch nach einem besseren Umgang der Menschen war auch ein wichtiges Thema der beiden Seminare für die Diakonie Stetten, die in Esslingen und Stetten stattgefunden haben. Unterstützt wurden die Veranstaltungen von den Volkshochschulen Unteres Remstal und Esslingen. Ein wichtiger Wunsch hier – ein barrierefreier Zugang zu Bahnhöfen und öffentlichen Räumen, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Weiter mitmachen und mitmischen

Ich hoffe, dass sich möglichst viele Teilnehmer/innen trotz des schwierigen Wahlsystems an den Wahlen beteiligen und damit ausdrücken, was sie wünschen.
Mit den Wahlen zum Landtag im Frühjahr und dem Bundestag im Herbst folgen die nächsten Wahlen 2021, aber auch davor biete ich Angebote zur Förderung der Teilhabe.

Die Europäische Union vor der Europawahl

Am Mittwoch ging es gleich zweimal um das Thema Europawahl – morgens in einem Seminar für die Bildungswerkstatt Tamm der Schiller-VHS Ludwigsburg, abends dann in einem Vortrag für die VHS Unterland in Möckmühl.

Die Europawahlen und das Europaparlament sind wichtiger denn je


Laut Umfragen hat das Interesse an den Europawahlen in Deutschland etwas zugenommen, dennoch wird europaweit eine niedrige Beteiligung erwartet. Dies ist bedauerlich, denn die Themen sind brisant und das Europaparlament hat – entgegen vieler gängiger Vorurteile – eine sehr wichtige Rolle. Im ersten Teil des Seminars ging es darum, die Parteien, die Spitzenkandidat/innen und zentrale Forderungen vorzustellen.

Kommt es zu einem Rechtsruck? Wie geht es weiter mit dem Brexit?

Glaubt man den Umfragen, werden die rechten Parteien Sitze hinzugewinnen, während Christ- und Sozialdemokrat/innen verlieren. Intensiv diskutiert wurde auch der Brexit. Die Europawahlen in Großbritannien gelten als Stimmungstest für den weiteren Verlauf beim Brexit-Drama.

Sei nicht bequem!

Die Seminare endeten mit einem Appell von Joachim Gauck, der bereits sechs Jahre alt, aber immer noch aktuell ist. Der damalige Bundespräsident sagte über die EU:
Die Europäische Union ist kompliziert, wahrlich, aber sie muss auch sehr Kompliziertes leisten.
Sie hat es verdient, dass ihre Bürgerinnen und Bürger Interesse zeigen und sich informieren. Sie hat es doch verdient, dass mehr als 43 Prozent der Wahlberechtigten an der Europawahl teilnehmen. Und sie hat es nicht verdient, dass Brüssel zum Sündenbock gemacht wird, besonders dort nicht, wo nationale Interessen oder nationales Versagen Fehlentwicklungen verursacht haben.

Die EU in unruhigen Zeiten – auch nach der Wahl

Das Thema bleibt auch nach der Wahl spannend. Die wichtigsten Posten der EU sind neu zu vergeben und die Haushaltsplanung für die kommenden Jahren steht an. Darüber hinaus muss für den Brexit eine Lösung gefunden werden, damit endlich auch die anderen Probleme angepackt werden können.
Im Seminar „Die EU in unruhigen Zeiten“ werden diese Themen aufgegriffen, weitere Themen finden Sie in meinem Schwerpunkt „Die Zukunft der EU“. Gerne passe ich die Gestaltungauf Ihre Wünsche an. Ich freue mich über Ihre Mail oder einen Anruf 07183/931562.

Aktionstag der Diakonie – Wählen ist wichtig!

Es war eine tolle Veranstaltung – über 150 Menschen kamen zum Aktionstag „Einfach wählen gehen“ der Diakonie Stetten nach Waiblingen. Anlass waren die Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai 2019.

Neuer Ort und aktive Beteiligung der Klient/innen

Veranstaltungen gab es bereits 2014 zur Europa- und Kommunalwahl und 2017 zur Bundestagswahl. Dieses Mal haben wir das Konzept an einigen Stellen geändert. Der neue Ort – die Ludwig-Schlaich-Akademie in Waiblingen – liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und der Remstal Werkstätten. Der wichtigste Punkt: Menschen mit Behinderungen waren sowohl an der Planung als auch an der Durchführung beteiligt.

Räume mit Informationen zu Europa, Wählen und Kandidaten

Die Teilnehmer/innen konnten sich an verschiedenen Stationen informieren und erhielten dafür auch Belohnungen – eine Urkunde und eine Kugel Eis: Im „Europaraum“ mit einem Puzzle und einem Quiz ging es darum, andere europäische Staaten und deren Besonderheiten kennenzulernen. Den Wahlvorgang unter professioneller Anleitung konnten die Teilnehmer/innen im „Wahlraum“ üben. Im „Kandidatenraum“ informieren Mitarbeiter/innen der Diakonie, warum und wie sie sich kommunalpolitisch engagieren.

Bildungsangebote von VHS Unteres Remstal und Diakonie Stetten

Die VHS Unteres Remstal und die Diakonie Stetten bieten seit vielen Jahren gemeinsame Seminare unter dem Titel Easy Uni. An Ständen stellten Vertreter/innen ihre umfangreichen Angebote vor.

Kurzseminare zu den Wahlen

Auch in meinem Raum war einiges los. In persönlichen Gesprächen und Kurzseminaren informierten sich zahlreiche Teilnehmer/innen über die Kommunal- und Europawahlen. Es gab viele Fragen und Diskussionen, auch über das Thema Wahlen hinaus. Einig waren sich die Teilnehmer/innen – Wählen ist wichtig!

Fortsetzung folgt

Es war eine tolle Veranstaltung, über die auch im Radio und in der Fellbacher Zeitung berichtet wurde. Auch der Jahresbericht der Diakonie Stetten berichtete über den Tag.  In Stetten und Esslingen wird es noch ausführlichere Seminare zur Wahl geben, außerdem folgen noch Seminare für die Johannes-Diakonie Mosbach und eine Podiumsdiskussion für die Großheppacher Schwesternschaft. Auch die gemeinsamen Bildungsangebote der Diakonie Stetten und der VHS Unteres Remstal werden fortgesetzt.

Einfach wählen gehen – Seminare zur Kommunal- und Europawahl 2019

Ein erfreulich großes Interesse hatten meine beiden ersten Seminare zur Kommunal- und Europawahl in leichter Sprache in Waiblingen und Backnang

Seminare in Waiblingen und Backnang

Das Seminar für die Remstal Werkstatt der Diakonie Stetten fand im Rahmen des Fortbildungsprogramm und dauerte einen Vormittag. Für die Backnanger Werkstätten der Backnanger Werkstätten der Paulinenpflege Winnenden wurde extra der Speisesaal geräumt, damit die über 40 Teilnehmer/innen Platz hatten. Auch nach den einstündigen Seminaren hatten noch einige Teilnehmer/innen Fragen.

Kommunalpolitik – Politik vor der Haustüre

Nach einer Einführung über Wahlen ging es um die Kommunalpolitik. Es beginnt morgens mit dem Aufstehen – die Kommune ist verantwortlich, dass das Licht angeht, das Wasser aus dem Wasserhahn kommt, Busse fahren. Ein großer Teil der „staatlichen Handlungen“ geht von den Kommunen aus, deshalb ist mitmachen und mitmischen besonders wichtig.

Das Wahlsystem – kompliziert, aber wählerfreundlich

Einige Teilnehmer/innen haben gestöhnt. Es sind bis zur fünf Wahlen: Ortschafts-, Gemeinderat-, Kreisrat, Regionalversammlung, Europaparlament. Dazu ist die Sache mit häufeln (kumulieren) und mischen (panaschieren) auch noch ziemlich kompliziert.
Aber mitmachen ist wichtig: „Weil sonst andere für uns bestimmen“, „weil es unser Recht ist“ waren Gründe, die die Teilnehmer/innen nannten. Außerdem: man darf sich helfen lassen und eine halbe Stunde für die Demokratie kann man schon mal investieren.

Kommunalwahlen im Seminarprogramm

Einige Bildungswerkstätten haben sich für das Thema entschieden. Hier geht es dann vertieft um die Rolle der Kommunen, aktuelle Herausforderungen und Zukunftsaussichten. Weitere Angebote aus dem Bereich Demokratie und Wahlen finden Sie hier.

Demokratie ist schwierig und anstrengend

Trotz des schönen Herbstwetters sind am Sonntag 20 Teilnehmer/innen der Einladung des Pädagogisch-Kulturellen Centrums Freudental gefolgt und haben an meinem Seminar zum Thema „Volkes Willen – Demokratie als Herrschaft des Volkes“ teilgenommen.

Die Ehemalige Synagoge als Ort der Begegnung, des Gedenkens und Lernens

Die Ehemalige Synagoge ist ein bedeutender Ort der Geschichte und Kultur unseres Landes in Freudental. Das Pädagogisch-Kulturelle Centrum bietet vielfältige Veranstaltungen, die auf die Lernziele Demokratie und Toleranz ausgerichtet sind. Nachdem ich 2017 bei der Mitgliederversammlung einen Beitrag über die Nation leisten durfte, habe ich mich sehr über die Einladung zur Reihe „Gärten der Wissenschaft“ gefreut.

Demokratie als Herrschaft des Volkes

Nach einigen Definitionen ging es zu Beginn um die Frage, wie Demokratie gelingen kann. Die internationale Lage ist wichtig, ebenso die effektive Kontrolle von Macht sowie eine aktive Bürgergesellschaft. Kontrovers diskutierten die Teilnehmer/innen, ob und wie die Marktwirtschaft ein Erfolgsfaktor ist.

(Wie) kann unsere Demokratie verbessert werden?

Die Weimarer Republik ist gescheitert, weil die Erfolgsfaktoren nicht gegeben waren. Zum Schluss war es eine Demokratie ohne Demokraten. Deutlich besser ist die Lage in der Bundesrepublik, aber auch hier gibt es Kritikpunkte. Dies zeigten auch die zahlreichen Beiträge der Teilnehmer/innen.

Besser als alles, was bisher ausprobiert wurde

Trotz aller Probleme –Demokratien haben sich als wandlungs- und leistungsfähig erwiesen und vielen Menschen Freiheit und Wohlstand gebracht. Die Demokratie ist besser als alles, was bisher ausprobiert wurde, wie Churchill feststellte. Noch treffender formulierte es ein Teilnehmer: „Demokratie ist schwierig und anstrengend.“

Seminare zu Demokratie und Wahlen

Neben diesem Thema biete ich im Themenbereich Demokratie und Wahlen Seminare zur Kommunal- und Europawahl sowie rechte Parteien. Gerne konzipiere ich das Thema nach Ihren Bedürfnissen. Ich freue mich über Ihren Anruf (07183/931562) oder Ihre Mail.